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Alternativen zur Anlage in den schwankenden Aktienmärkten

Walter Feil

Walter Feil

18.11.08, 11:52, By: Walter Feil
In den letzten Wochen rückte ein Investment in das Anlegerinteresse, das im Gegensatz zu den Aktien- und Rentenmärkten fast gar keinen Schwankungen unterliegt. Dies sind Investitionen in die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Damit meinen wir nicht die Aktien von SolarWorld & Co, sondern die Beteiligung an einem Kraftwerkspark, der die Solarmodule zur Stromerzeugung einsetzt.

Vorweg zusammengefasst erreicht der Anleger damit langfristig stabile und inflationsgeschützte steigende Einnahmen. Die Ausschüttungen sind höher als die mit Anlagegruppe I erzielbaren Erträge und gleichmäßiger als die Wertentwicklung der Anlagegruppe II. Bezüglich Wertentwicklung und Ausschüttung besteht weder ein Zusammenhang mit Aktien noch mit Rentenpapieren.

Wir vergleichen ein Sortiment von Photovoltaik-Kraftwerken ("PV-Kraftwerk") mit einem Mietshaus, das langfristig steigende Mieterträge abwirft. Allerdings gibt es einige Unterschiede zu diesem allgemein als sicher eingeschätzten Mietshaus, wobei wir hier ein Angebot zu einem Kraftwerkspark in Spanien zugrundelegen:

  1. Vollvermietung
    In einem Mietshaus könnten auch einmal Wohnungen leer stehen oder Mieter nicht bezahlen. Ein PV-Kraftwerk ist nicht von Mietzahlungen abhängig, sondern alleine von der Sonneneinstrahlung. Das Kraftwerksportfolio wird in Süd-Spanien (Andalusien) und auf den Kanarischen Inseln errichtet. Die Sonneneinstrahlung dort ist sehr hoch und sehr konstant. Es herrscht also langfristig stets „Vollvermietung“.
  2. Zahlungssicherheit
    Der Erlös aus dem produzierten Strom unterliegt nicht dem freien Wechselspiel zwischen Angebot und Nachfrage, sondern ist gemäß dem spanischen Gesetz (ähnlich dem deutschen Gesetz über erneuerbare Energien) verbindlich festgelegt. Die Regelung besagt, dass die Versorgungsunternehmen über einen Zeitraum von 25 Jahren 32 Cent pro kwh bezahlen müssen. Der Mehrpreis im Verhältnis zum allgemeinen Marktpreis darf als Sonderumlage bei den Verbrauchern geltend gemacht werden, genau so, wie dies in Deutschland schon seit Inkrafttreten des EEG geschieht. Es herrscht also im Vergleich zum Mietshaus nicht nur „Vollvermietung“, sondern auch Zahlungssicherheit über einen Zeitraum von 25 Jahren.
  3. Inflationsschutz
    Abweichend vom deutschen EEG wurde in Spanien festgelegt, dass die Höhe der Einspeisevergütung an die Entwicklung der Inflationsrate gekoppelt ist. Dies führt – sollte zukünftig weiter Inflation herrschen – zu ständig steigenden Einnahmen in Euro, wogegen die Finanzierungskosten aufgrund der langfristigen Zinsfestschreibung gleich bleiben. Das wiederum führt dazu, dass der Überschuss aus dem Projekt zu Gunsten des Anlegers steigt. Über den gesamten Zeitraum von 25 Jahren kann sich durch diese Regelung ein sehr gewichtiger Vorteil gegenüber anderen Anlagemöglichkeiten, die keinem Inflationsausgleich unterliegen, ergeben
  4. Einfache Montage und Bewirtschaftung
    Die Errichtung eines PV-Kraftwerkes ist heutzutage ein technisch einfach zu beherrschender Vorgang. Die Bauzeit beträgt zwischen vier und acht Wochen. Die verwendeten Komponenten sind Massenprodukte, die international genormt und zertifiziert sind. Die Leistung der Module wird nach anerkannten Messmethoden geprüft und die Hersteller geben Leistungsgarantien. Die laufende Wartung und technische Instandhaltung wird marktüblich mit Wartungsverträgen abgedeckt, deren Kosten in der Kalkulation enthalten sind. Beschädigungen oder Zerstörungen werden durch marktübliche All-Risk-Versicherungen einschließlich Ersatz für mögliche Betriebsunterbrechungen abgesichert, die ebenfalls in der Kalkulation enthalten sind.
  5. Überdurchschnittliche Ausschüttungen
    Bei geschlossenen Fonds, die die PV-Kraftwerke irgendwo in Deutschland errichten, sind Ausschüttungen von fünf bis sieben Prozent üblich. Sonnenreiche Gegenden wie zum Beispiel das Breisgau ermöglichen Ausschüttungen bis acht Prozent. In Süd-Spanien und auf den Kanarischen Inseln ist die Sonneneinstrahlung etwa 50 Prozent höher als in Süddeutschland, was zu einer deutlich höheren Stromproduktion führt. Unter Berücksichtigung der dort verlangten höheren Preise für das Gesamtprojekt führt dies zu Anfangsausschüttungen von etwa neun Prozent, die aufgrund der inflationsbedingten Einnahmesteigerung über die Jahre hinweg steigen.
  6. Eingeschränkte Fungibilität
    Die Beteiligung an einem solchen Projekt ist keine täglich liquide Geldanlage. Es ist vielmehr ein geschlossener Fonds, der zunächst einmal nur ein bestimmtes Investitionsvolumen finanziert und bei Erreichen dieser Einzahlung geschlossen wird. Sodann ist der Charakter eines geschlossenen Fonds eine langfristige Kapitalbindung mit dem Ziel, aus der Investition laufend Einnahmen zu erzielen.
  7. Eingeschränkter Zweitmarkt
    Natürlich gibt es auch hier einen Zweitmarkt. Grundsätzlich gilt: Ein geschlossener Fonds, der planmäßig ausschüttet, wird meistens einen Zweitmarkt-Käufer finden. Erfüllt der Fonds die Ausschüttungserwartungen nicht, nutzt auch ein grundsätzlich verfügbarer Zweitmarkt nicht viel. Im konkreten Fall beinhaltet das Projekt das Angebot, nach zehn Jahren zu einem heute schon definierten Preis zu veräußern.

Mit dieser Zusammenfassung möchten wir Sie lediglich auf die wesentlichen Prüfpunkte hinweisen. Allein ausschlaggebend für Ihre Entscheidung ist der vollständige Emissionsprospekt, den Sie nachfolgend als Download zur Verfügung haben und unverzüglich nach Anforderung in gedruckter Form erhalten.


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Der Beitrag „Immer öfter mit dem Schwarm“ in der FTD (Financial Times Deutschland) vom 6.8.2010 drüc

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