Medienberichte irritieren Anleger über Börsenentwicklung in China
07.06.07, 10:44, By: Walter Feil
In den letzten Wochen erschienen immer wieder Meldungen über eine stark überhitzte Börsenentwicklung in China. Anfang März erschienen Überschriften wie Börscencrash in China.
Die Beiträge beschrieben einen Kursrückgang von acht Prozent Ende Februar, und erst später wurde ergänzt, dass diesem Kursrückgang ein Anstieg von 15 Prozent in wenigen Tagen vorausgegangen war und die vorangegangenen 12 Monate ein Zuwachs von über 140 Prozent stattgefunden hatte. In diesem Umfeld ist ein Rückgang von achz Prozent ein fast ganz normaler Börsentag.
Für uns als europäische Anleger ist wichtig, in China die drei verschiedenen Aktiengattungen zu unterscheiden. An den Börsen in Shanghai und Shenzhen werden die A-Aktien und die B-Aktien gehandelt. Diese sind die Spielwiese der völlig euphorischen Inlands-Chinesen und werden dort im Schnitt mit dem 50-fachen ihres Gewinns bewertet. Kein Wunder, dass sogar Mr. Greenspan, der frühere Chef der US-Notenbank, vor einem irrationalen Überschwang warnte.
Internationale Anleger kaufen jedoch nicht an den Inlandsbörsen Shanghai und Shenzhen, sondern an der internationalen Börse in Hongkong, wo die H-Aktien gehandelt werden, die derzeit zu einem Drittel des Preises der A- und B-Aktien bewertet sind. Diese Aktien werden auch von den Fonds gekauft, die wir als Investmendfonds für den chinesischen Markt empfehlen. Ein positives Beispiel hierzu ist der Baring HongKong-China-Fonds, der seit zwei Monaten Bestandteil unseres Musterdepots ist und zu den aktuell erfolgreichsten Investments zählt.
Lesen Sie hierzu den ausführlichen Bericht aus dem Branchendienst Fundresearch mit Hintergrundinformationen über die spekulationsfreudigen Hausfrauen und Rentner in China, der Sparquote von 40 %, dem Wan gupiao (Spiel mit den Aktien) und den Maßnahmen der chinesischen Regierung, die Spekulationswut der einheimischen Bürger einzudämmen.



