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Weiterhin Unruhe an den Weltbörsen

Walter Feil


Walter Feil

11.09.07, 17:51, By: Walter Feil
Die heftigen Kursschwankungen der jüngsten Tage zeigten, dass die Verunsicherung an den Weltbörsen noch nicht zu Ende ist. Dabei geht es nach wie vor nicht um eine grundsätzliche Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, sondern um eine Vertrauenskrise.

Solange nicht restlos geklärt ist, welche Banken sich in den sogenannten „Subprimes“ engagiert haben, ist der Geldkreislauf erheblich gestört. Keine Bank traut mehr einer anderen Bank. Jeder steht im Verdacht, die sprichwörtlichen Leichen im Keller zu haben und keine Bank mag sich darauf verlassen, dass ihre gewohnten Geschäftspartner nächste Woche noch die gleiche Bonität aufweisen wie heute.

Vertrauenskrise führt zu Liquiditätsknappheit

So führt diese Vertrauenskrise zu einer erheblichen Verknappung von Liquidität. Darunter leiden alle Investoren, die Kredit-Derivate in ihr Portfolio genommen haben. Vor allem der Teilbereich der Hedgefonds, die solche Geschäfte auch noch mit Krediten gehebelt haben, sind in argen Nöten.

Computergesteuerte Anlageentscheidungen führen zu Verlusten

Das Handelsblatt vom 11. September 2007 berichtet unter der Überschrift „Hedge-Fonds der Stars leiden“ unter anderem: „Zu den Leidtragenden der Krise zählen auch eine Reihe von computergesteuerten Hedgefonds, die ihre Anlageentscheidungen vor allem auf Basis mathematischer Modelle treffen. So gab ein quantitativer Fonds von Tykhe Capital im August um 26 Prozent nach. Wenig besser sah die Entwicklung bei den Fonds der GEO und Global Alpha der US-Investmentbank Goldman Sachs aus, die jeweils 23 Prozent an Wert verloren.“

Diese Entwicklung zeigt uns einmal mehr, dass alleine computergesteuerte Anlagemodelle in Krisenzeiten zu katastrophalen Ergebnissen führen können. Bitte vergleichen Sie hierzu auch den Vortrag, den wir anlässlich des Investmenttreffs am 2. September 2007 (Große Woche Baden-Baden) hielten und in dem wir unsere Vorgehensweise zur Auswahl von Investmentfonds näher erläuterten.

Überhang der Verkäufe drückt den Markt

Bedauerlich ist nur, dass solche Entwicklungen auch die Anleger treffen, die ein wohlausgewogenes Depot mit vernünftigen Werten aufgebaut haben. Der vorher schon zitierte Beitrag im Handelsblatt erläutert weiter: „Die jüngsten Verluste und der Entzug von Kapital haben viele Hedgefonds in den vergangenen Wochen zu Notverkäufen an den Börsen gezwungen. Auf diesem Weg haben die spekulativen Fonds die Talfahrt der weltweiten Aktienkurse weiter beschleunigt.“

Die tägliche Kursentwicklung zeigt allerdings, dass jede Verkaufswelle alsbald wieder Käufer aus der Reserve lockt. Tages-Schwankungen von bis zu drei Prozent im Dax, im EuroStoxx 50 und im Dow Jones dokumentieren eine hohe Volatilität in beide Richtungen. Die Medien berichten allerdings meist nur über Kursrückgänge – ein Anstieg um zwei Prozent nach einem Rückgang in gleicher Höhe ist keine Schlagzeile wert. 

Dreigeteiltes Investmentkonzept hält Reserven für jede Spontan-Entnahme vor

Im Rahmen des dreigeteilten Investmentkonzepts stehen jedem Anleger genügend Reserven in der schwankungsarmen Anlagegruppe I (im August: -0,23 %) zur Verfügung, so dass auch in dieser Marktphase keine Notverkäufe durchgeführt werden müssen. Die Anlagegruppe III, mit der wir langfristig den höchstmöglichen Wertzuwachs suchen, überstand den Monat August mit nur 4,94 % Wertrückgang, wobei die einzelnen Fonds in der Bandbreite von -9,68 % bis +9,19 % performten.

Grundsätzliche Aufteilung immer wieder prüfen und bei Bedarf anpassen

Die aktuellen Börsenturbulenzen mögen für Sie jedoch erneut ein Anlass sein, die Aufteilung Ihrer liquiden Vermögensreserven in die drei Anlagegruppen grundsätzlich zu überdenken. Vielleicht möchten Sie zukünftig einen größeren Anteil in die schwankungsarme Anlagegruppe I legen.

Immobilienfonds kauft „zum halben Preis“ und kommt damit auf 9 % Rendite

Als weitere Alternative sehen wir Investments in rentable geschlossene Fonds, z. B. den Immobilienfonds, der seine Assets „zum halben Preis“ einkauft (ZBI IV). Die prognostizierte Rendite liegt bei gesamt 9 %, wovon 7 % ausgeschüttet und 2 % für die Tilgung verwendet werden. Drei Fonds wurden bereits nach dem gleichen Konzept aufgebaut. Mit allen drei Fonds wurden die Prognosewerte übertroffen. Alle drei Fonds wurden vorzeitig aufgelöst, weil ein so attraktives Angebot zum Verkauf der Immobilien vorlag, dass über 95 % der Anleger für einen vorzeitigen Verkauf votierten. Die mit den Projekten erzielte Gesamtrendite lag bei 15,3 % (Fonds I), 15,6 % (Fonds II) und 20,8 % (Fonds III). Aktuell können Sie das Angebot zum Fond IV prüfen.

Lebenslang steuerfreien Vermögenszuwachs

Anlässlich des Investmenttreffs am 2. September 2007 (Große Woche Baden-Baden) stellten wir das Konzept vor, wie Sie auch zukünftig lebenslang steuerfreien Vermögenszuwachs erreichen können und dies auch dann, wenn ab dem 1. Januar 2009 die neue Abgeltungssteuer greift. Einzelheiten stellt Ihnen die umfassende Präsentation (PDF-Dokument) und die Audio-CD vor, die Sie jetzt schon online hören können.

Für alle Kunden, die bei uns ein betreutes Depot führen, erstellen wir in diesen Tagen die Broschüre, so dass Sie die Unterlagen samt Audio-CD bis Ende September auch gedruckt erhalten können.

Beratungsgespräche von Oktober bis Dezember

Ab dem 1. Oktober 2007 werden wir allen Depotkunden eine Beratung anbieten, so dass wir die empfohlenen Maßnahmen im Einzelnen besprechen und zielgerichtet umsetzen können. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen: Das Gesetz zur Einführung der Abgeltungssteuer wurde zwar verabschiedet. Es gilt jedoch erst für den Zeitraum ab 1. Januar 2009. Es besteht also kein Anlass, jetzt unruhig oder hektisch zu werden. Wir haben genügend Zeit, alle Maßnahmen mit Bedacht vorzubereiten.

Vermögensverwaltung als Alternative zum betreuten Depot

Für viele Anleger unbemerkt, wurde von langer Hand ein neues Gesetz vorbereitet, das zum 1. November 2007 in Kraft tritt und die Zusammenarbeit zwischen Depotkunden und Anlageberater grundlegend verändert. Es ist die „MiFID“, frei übersetzt: Gesetz zur Umsetzung der europäischen Finanzmarktrichtlinie in Deutschland.

Dieses Gesetz bedeutet für Sie in den nächsten Wochen zunächst einmal einige Post: Sowohl die Depotbank als auch wir müssen Sie leider mit zahlreichen Neuerungen vertraut machen. Der Vorteil für Sie als Anleger liegt im wesentlichen darin, dass Sie zukünftig eine deutlich höhere Transparenz über die Kostenstruktur von Investmentfonds und mögliche Interessenskonflikte in der Zusammenarbeit zwischen Ihnen, der depotführenden Bank und dem Vermögensverwalter erhalten.

Wir nutzen die Chancen, die uns diese gesetzliche Weiterentwicklung bietet, indem wir in den nächsten Monaten in Partnerschaft mit der Gies & Heimburger Vermögens-Management GmbH ergänzend zu unserem bisherigen Angebot die vollumfängliche und eigenständige Portfolioverwaltung anbieten.

Verdreifachung des Recherche-Teams

Das Recherche-Team, das die Investmentmärkte fortlaufend durchleuchtet, wird um ein doppelt so großes Team erweitert, so dass Sie zukünftig Anlageempfehlungen nicht nur von dem Team in Bühl, sondern darüber hinaus noch von einem erfahrenen und erfolgreichen Portfoliomanagement geprüft werden, bevor die Entscheidungen auf dem Musterdepot umgesetzt werden.

Mit der eigenständigen Portfolioverwaltung haben wir dann auch die Möglichkeit, Ihr Depot spiegelbildlich zu unseren Musterdepots zu führen, indem wir die Umschichtungen in Ihrem Depot gleichlautend mit dem Musterdepot vornehmen.

Vortrag schon heute als Download verfügbar

Die Übersicht über das erweiterte Angebot liefert Ihnen der Vortrag vom 2. September 2007 (PDF-Dokument, 328 KB).

Aktuelles

Dramatische Veränderung des Anlegerverhaltens

[10.08.10]

Der Beitrag „Immer öfter mit dem Schwarm“ in der FTD (Financial Times Deutschland) vom 6.8.2010 drüc

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